„Saving Lives since 1920“ ist eine interaktive Komposition aus 2 Keilrahmen (30 x 40 cm), einem Transfusionsbeutel und Infusionsbesteck gefüllt mit rotem Flüssigfarbstoff. Aus Pietätsgründen wurde davon abgesehen, eine Originalkonserve anzufordern. Besondere Details wie aufgefädelte rote Flachperlen, ausgewählte und bearbeitete Grafiken sowie die Fotografie einer Eigenblutprobe ergänzen sich zu einer eindrucksvollen Darstellung, sowohl makro-, als auch mikroskopisch. Das Blutimitatsgemisch im Transfusionsschlauch und Beutel kann vom Betrachter nach Belieben transferiert werden, und verleiht dem Objekt etwas „Lebendiges“. Das Projekt „Saving Lives since 1920“ ist eine Hommage an die Technik der Bluttransfusion, und hat mich thematisch sehr angesprochen, da diese schon seit Jahrhunderten Gegenstand intensiver und innovativer Forschung ist. So scheiterten lebensverlängernde Maßnahmen durch Blutspenden noch Ende des 15. Jahrhunderts, konnten aber Anfang des 20. Jahrhunderts so perfektioniert werden, dass sie seit 1920 auch in den heimischen Spitälern Verwendung finden. Heute ermöglicht der Einsatz von Bluttransfusionen weltweit tagtäglich lebensrettende Operationen, und ist aus dem Krankenhausalltag wohl nicht mehr wegzudenken. Die Erfahrung dass einer, mir sehr nahe stehenden Person, durch die Verabreichung von 4 Bluttransfusionen in einer Notoperation das Leben gerettet wurde, verleiht dem Projekt eine ganz persönliche Note. In der Annahme, dass die Bluttransfusion auch noch für viele weitere Generationen von medizinischer Relevanz ist, widme ich das Objekt „Saving Lives since 1920“ allen Blutspendern.