Die Spezies des gemeinen PhDs - Wo Alltag Forschung ist Wer kennt nicht das Bild des konfusen Wissenschaftlers mit weißem Mantel und zerrauftem Haar, der in seinem Elfenbeinturm dubiose Forschung betreibt? Wenn man allerdings durch die Gänge der Max F. Perutz Laboratories streift, trifft man auf eine bunte Mischung junger und junggebliebener Forscher. Eine ganz besondere Spezies unter ihnen ist die Gruppe der sogenannten PhD Studenten (kurz PhDs). Das Hauptmerkmal der PhDs ist, dass die Forschung ihr Alltag wurde und sie immerzu experimentieren. Eine weitere Besonderheit der PhDs ist ihr nie reißender Geduldsfaden und der ausgeprägte Humor für die Kategorie „Schief Gegangenes“. Da Forschung sehr zeitaufwendig ist und PhDs meist im Labor zu finden sind, wird das Alltagsleben ins Labor integriert. Diese Bildserie soll das Leben des gemeinen PhDs mit all seinen Hürden, Freuden und Hindernissen illustrieren. Zwischen Theorie und Praxis, Ideen und Durchführung liegen wahrlich oft Welten, vor allem die Welt des PhDs. Kleine Hindernisse sind oft Pilze die wachsen, wo sie nicht sollen: zu Hause auf dem Brot oder auch als sogenannte Kontamination in der Flasche des PhDs. Um daher steril arbeiten zu können, werden Laborutensilien wie zum Beispiel Glaspipetten und Flaschen sehr stark erhitzt. Dabei kann schon mal ein Hoppala passieren und der Deckel schmilzt. Ab und zu kommt unser PhD auch in Feierlaune, selbst seinen Geburtstag feiert er im Labor. Meist wuselt er aber hektisch auf dem Gang herum und träumt davon ein ausgewachsener Forscher zu sein.

Nikon D50, F4.8; 1/5, ISO400